Beim Werkhof lautet die Strategie „Zero Waste“

Beim Werkhof lautet die Strategie „Zero Waste“

   Die Keplerstraße verwandelt sich beim Bürgerfest in eine Nachhaltigkeitsmeile. Unternehmen präsentieren ihre Zero Waste – Strategien, die in Regensburg seit langem diskutiert und umgesetzt werden. Wer darf hier nicht fehlen? Natürlich der Werkhof und seine Mitarbeiter.

Regensburg – Das Gebrauchtmöbelkaufhaus ist ein Regensburger Inklusionsbetrieb mit Vorbildcharakter, wenn es um die Zero-Waste-Strategie der Stadt geht. „Wir erfüllen sämtliche Nachhaltigkeitsziele“, betont die Geschäftsführerin des Unternehmens, mit Sitz im Auweg im Stadtosten, Angelika Krüger. „Der Werkhof ist eine gGmbH, wir sind sozial, ein Inklusionsbetrieb und wir sind nachhaltig mit unseren Angeboten.“ Ob bei Elektroreparaturen, der Herstellung von Werkstücken wie Feuerschalen aus ausrangieren Waschmaschinentrommeln oder rund um ihre Entrümpelungen, der Werkhof und seine Mitarbeiter vereinen in ihrem Unternehmen die gesamte Bandbreite der Zero Waste-Strategie.

Am Freitag, den 16.6. von 17 bis 22 Uhr bieten die Mitarbeiter des Werkhofs einen Einblick in ihre Arbeit. An einem Stand in der Nähe des Strohhalms e.V. soll verkauft werden, was die Mitarbeiter der Lehrwerkstatt in letzter Zeit produziert haben. Im Angebot stehen Nistkästen, Hochbeete, viele originelle Deko-Artikel, Ringe, Schmuck und vieles mehr. „Die Sachen werden zum Selbstkostenpreis verkauft“, sagt Krüger und lädt Besucher des Bürgerfestes ein, beim Werkhof vorbeizuschauen.

„Eine Mitarbeiterin von uns wird vor Ort an der Nähmaschine sitzen und Taschen in allen Größen nähen“, kündigt die Geschäftsführerin an. Die Kunden dürfen aus verschiedenen Stoffen auswählen, Verzierungen aussuchen und dabei zusehen, wir ihre Tasche per Hand in liebevoller Detailarbeit gefertigt wird.  Für eine Spende gehört die neue Tasche dann den Besuchern des Standes. „Darin können sie dann gleich ihre Give-Aways einpacken, die sie auf der Nachhaltigkeitsmeile sammeln.“

Darüber hinaus beteiligt sich auch die EDV-Abteilung des Werkhofs an dem Stand. Normalerweise bietet die Sparte des Unternehmens Handy-Reparaturen an. „Das würde vor Ort zu lange dauern“, erklärt Krüger. Daher wollen ihre Mitarbeiter Service-Dienstleistungen bieten und am Interessierten erklären, wie man eine App installiert, wie man Bilder versendet und auf ähnliche Fragestellungen eingehen. „So kommen wir gleich mit unseren Kunden ins Gespräch“, sagt Krüger.

Mit ihrer Präsenz auf der Nachhaltigkeitsmeile wollen die Mitarbeiter des Werkhofs auch für ihr soziales Anliegen werben. „Für uns spielt das Miteinander eine große Rolle“, betont Krüger. „Es wird miteinander gearbeitet und gelebt.“ Gleichzeitig wollen die Mitarbeiter den Besuchern deutlich machen, dass sich das Angebot des Werkhofs an alle richtet. „Bei uns sind alle Menschen willkommen. Egal, ob sie arm oder reich sind, eine Behinderung haben und nicht.“

Insgesamt beschäftigt der Werkhof gGmbH aktuell 120 Mitarbeiter an den Standorten in Regensburg und Schwandorf. Hinzu kommen etwa 160 Menschen, die eine Beschäftigungsmaßnahme absolvieren und sich im Werkhof für den ersten Arbeitsmarkt fit machen. Weitere Informationen unter www.werkhof-regensburg.de.

Text: Martina Groh-Schad

Fotos: Katrin Hierl und Martina Groh-Schad

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